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Zeckenschutz

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME genannt, wird durch Viren verursacht. Die Zecken sind Überträger dieser Viren. Die Symptome der Erkrankung können anfänglich einer Grippe ähnlich sein, wie z. B. Kopf- und Gliederschmerzen und erhöhte Temperatur.

In Österreich gibt es praktisch kein Bundesland, das frei von FSME ist. Impfen lassen sollte sich jeder, der sich in der freien Natur aufhält.

Die Impfung kann zu jeder Jahreszeit durchgeführt werden, besonders günstig aber ist es zu Beginn des Frühjahrs, bevor die Zeckensaison beginnt.

Spartenübergreifend

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Zuschuss der BVAEB aus der Krankenversicherung

Die BVAEB leistet zur FSME-Impfung einen Zuschuss von EUR 16,00 je Teilimpfung. Dieser Zuschuss wird entweder in Form der Kostenerstattung gewährt oder auch zwischen BVAEB und Apotheke oder Impfstelle, die den Impfstoff zu einem um den Zuschuss geminderten Preis abgegeben hat, direkt verrechnet. Die Kundin bzw. der Kunde hat den Erhalt des Impfstoffes und die begünstigte Abgabe zu bestätigen.

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Kostenübernahme aus der Unfallversicherung für beruflich gefährdete Personen

Die BVAEB-Unfallversicherung trifft Vorsorge für Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit gefährdet sind an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken.

Gefährdet sind insbesondere Personen, die sich auf Grund ihrer beruflichen Tätigkeit sehr viel im Freien aufhalten. Die Grundlage für die Risikobeurteilung bildet die Anlage 1 des ASVG (Liste der Berufskrankheiten, Position 46).

Die Unfallversicherung stellt für diesen Personenkreis nach Anforderung durch den Dienstgeber und Vorlage eines entsprechenden Expositionsnachweises den Impfstoff zur Verfügung.

Voraussetzungen für die Bereitstellung des Impfstoffes

  • Erhöhte Gefahr einer Erkrankung: Die Dientnehmerinnen bzw. Dienstnehmer halten sich durch ihre spezifische Berufsausübung öfter als andere in FSME-exponierten Gebieten auf.
  • Bei Lehrpersonen bedeutet dies, dass sie sich im Rahmen des Unterrichtes oft im Freien aufhalten (z.B. wenn im Rahmen des Unterrichtsfaches Bewegung und Sport Waldläufe oder Sportwochen veranstaltet oder Lehrausgänge in die freie Natur unternommen werden, beziehungsweise für Begleitlehrer bei Schullandwochen). Die Teilnahme an Wandertagen ist nicht ausreichend!
  • Einhaltung der Impfintervalle

Wie erfolgt die Abwicklung?

Die Dienststellen übermitteln eine Liste in zweifacher Ausfertigung jener Dienstnehmer, die für die Impfung in Betracht kommen.

Für die Bestellung gibt es ein eigenes Formular. Dieses enthält die notwendigen Angaben.

Was ist zu beachten?

Jeder Impfstoffanforderung auch für Auffrischungsimpfungen ist ein Expositionsnachweis beizulegen.

Die Lieferung erfolgt an die im Formular angegeben Lieferadresse. Diese Stelle ist für die weitere Einhaltung der Kühlkette verantwortlich. Der gelieferte Impfstoff ist ausschließlich für die in den Listen genannten Dienstnehmer zu verwenden.

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Impfschutz

Grundimmunisierung (3 Impfungen):

1. Teilimpfung

2. Teilimpfung: 4 bis 8 Wochen nach der 1. Teilimpfung

3. Teilimpfung: 1 Jahr nach der 1. Teilimpfung

Bei Kostenübernahme aus der Unfallversicherung ist die 3. Teilimpfung von den Dienststellen nach einem Jahr gesondert anzufordern.

Empfohlene Impfintervalle nach der Grundimmunisierung: 

  • Erste Auffrischung: 3 Jahre nach der 3. Teilimpfung
  • Weitere Auffrischungen: alle 5 Jahre
  • Ab dem 60. Lebensjahr verkürzt sich das Impfintervall auf 3 Jahre.
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Empfohlenes Impfalter

Die Impfung wird grundsätzlich ab dem vollendeten ersten Lebensjahr empfohlen. In stark verseuchten Gebieten ist es durchaus sinnvoll, bereits ab dem 7. Lebensmonat zu impfen. Personen ab dem 50. Lebensjahr sind stärker gefährdet, da im Alter das Immunsystem nachlässt und Erkrankungen schwerer verlaufen.

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Borreliose

Die FSME-Impfung schützt nicht vor einer Borreliose, welche meist durch Zecken, aber auch durch andere Insekten wie z. B. die Pferdebremse übertragen wird. Bei Auftreten einer Rötung im Bereich der Bissstelle, dem typischen Anzeichen einer Infektion mit Borrelien, sollte umgehend eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.