DRUCKEN

Zahnspange/Kieferregulierung

In den Bereich der Zahnbehandlung fallen auch Zahnspangen, die sogenannten Kieferregulierungen. Dabei wird zwischen Behandlungen mit abnehmbaren und festsitzenden Geräten unterschieden.


up

Allgemeine Informationen

Kieferregulierungen sind dann eine Leistung der sozialen Krankenversicherung, wenn damit Gesundheitsschädigungen verhindert werden und sie nicht nur aus kosmetischen Gründen durchgeführt werden. Vor allem bei Kindern ist häufig eine kieferorthopädische Behandlung notwendig, um etwaige Zahnfehlstellungen rechtzeitig korrigieren zu können.

Aufgrund der Bissverhältnisse und der damit verbundenen notwendigen Korrekturen entscheidet Ihr Zahnbehandler mit Ihnen gemeinsam, welches Gerät die sinnvollste Behandlungsform darstellt, um die Zähne in die richtige Stellung zu bringen.

Tipp

Eine kieferorthopädische Behandlung dauert in der Regel
drei Jahre. Für jedes Behandlungsjahr ist eine Bewilligung
zu beantragen.

up

Abnehmbare Behandlung

Diese Behandlungsform stellt eine Vertragsleistung der BVAEB dar. Ihr Vertragszahnbehandler verordnet die abnehmbare Kieferregulierung. Reichen Sie diese Verordnung vor Beginn der Behandlung bei Ihrer zuständigen Kundenservicestelle zur Bewilligung ein.

Steht Ihr Zahnbehandler in keinem Vertragsverhältnis mit der BVAEB, können Sie die bezahlte Originalhonorarnote mit einer eventuell zuvor erteilten Bewilligung zum allfälligen tarifmäßigen Kostenersatz einreichen.


Tipp

Bei abnehmbaren Kieferregulierungen ist ein Behandlungsbeitrag in der Höhe von 20% der tarifmäßigen Kosten vorgesehen.

up


Gratiszahnspange

Seit 1. Juli 2015 werden für Kinder und Jugendliche (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr), die unter einer erheblichen Zahn- oder Kieferfehlstellung leiden, die Kosten für bestimmte Zahnspangen zur Gänze übernommen.

Die Gratiszahnspange (interzeptive Behandlung/kieferorthopädische Hauptbehandlung) ist für alle Behandlungen unter folgenden Voraussetzungen eine bewilligungs- und kostenfreie Vertragsleistung:

  1. Vorliegen einer Fehlstellung der IOTN Stufe 4 oder 5
  2. Behandlungsbeginn vor Vollendung des 18. Lebensjahres
  3. Inanspruchnahme eines Vertragskieferorthopäden

Das Vorliegen einer erheblichen Zahn- oder Kieferfehlstellung wird mithilfe der internationalen IOTN-Klassifizierung (Index of Orthodontic Treatment Need) vom behandelnden Kieferorthopäden beurteilt.

Wird ein Nicht-Vertragspartner in Anspruch genommen, ist vor Behandlungsbeginn eine Bewilligung einzuholen. Die Kostenerstattung wird im folgenden Ausmaß erbracht:

Frühkindliche kieferorthopädische Behandlung (in der Regel vor dem vollendeten 10. Lebensjahr):

Für die gesamte Behandlung wird der Vertragstarif von EUR 896,-- (Behandlungsbeginn 1.1.2018) vergütet. 

Kieferorthopädische Hauptbehandlung:

Bei Vorliegen aller Bewilligungsvoraussetzungen gebührt eine Kostenerstattung bis zur Höhe des Vertragstarifs. 

Die Kostenübernahme erfolgt in 3 Teilzahlungen:

  • bis zu 45% des Vertragstarifes bei Behandlungsbeginn (Einbringen des Gerätes)
  • bis zu 25% des Vertragstarifes am Ende des ersten Behandlungsjahres
  • bis zu 30% des Vertragstarifes am Behandlungsende

Die angeführten Teilzahlungen berechnen sich vom jeweils gültigen Vertragstarif. Dieser unterliegt einer jährlichen Schwankung (zwischen EUR 3.500,-- und 4.900,--) und beträgt im Jahr 2018 EUR 3.612,-- für die gesamte Behandlung.


Vertragliche Abrechnung

Vertragspartner für die direkte Verrechnung der Leistung finden Sie im Vertragspartnerverzeichnis Ihres Bundeslandes unter der Rubrik "Kieferorthopäden und Ambulatorien für Kieferorthopädie".


Info

Beachten Sie bitte: 

Die Kostenerstattung der kieferorthopädischen Hauptbehandlung
bei einem Nicht-Vertragspartner ist nur bei Inanspruchnahme
bestimmter
Wahlärzte vorgesehen. 
Bitte informieren Sie sich vor Auswahl des konkreten 
Wahlarztes bei Ihrer Kundenservicestelle.


Für weitere Auskünfte zur Gratiszahnspange steht Ihnen Ihre Kundenservicestelle unter der Servicenummer 050405 zur Verfügung.

up

Festsitzende Behandlung

Wenn die Voraussetzungen für eine Gratiszahnspange gegeben sind, kommt eine Versorgung ausschließlich nach den Bestimmungen des Gesamtvertrages Kieferorthopädie in Betracht.

Außerhalb des Leistungsrechts der Gratiszahnspange stellen festsitzende Kieferregulierungen keine Vertragsleistung der BVAEB dar und können nach Prüfung der medizinischen Notwendigkeit bezuschusst werden. In Ihrem eigenen Interesse (Sicherheit hinsichtlich der Kostenübernahme) ersuchen wir um die Einholung einer Bewilligung vor Behandlungsbeginn. Folgende Zuschüsse können bewilligt werden:

  • Festsitzende Zahnspangen nach dem 18. Lebensjahr bei IOTN-Grad  4 oder 5:
    Kostenzuschuss maximal EUR 3.500,-- für die gesamte Behandlung
  • Festsitzende Zahnspangen bei IOTN-Grad 3:
    Kostenzuschuss maximal EUR 3.500,-- für die gesamte Behandlung
  • Festsitzende Zahnspangen bei IOTN-Grad 2:
    Kostenzuschuss pro Behandlungsjahr: maximal 80% des Vertragstarifes für eine abnehmbare Behandlung.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen Ihre Kundenservicestelle zur Verfügung.


Info

Bei Zuschussleistungen fällt kein Behandlungsbeitrag an.