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Wochengeld


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Anspruchsdauer

Das Wochengeld gebührt 

  • für die letzten acht Wochen vor der voraussichtlichen Entbindung
  • für den Tag der Entbindung
  • für die ersten acht Wochen nach der Entbindung bzw.
  • bei Mehrlings-, Früh- oder Kaiserschnittgeburten für zwölf Wochen nach der Entbindung

Weiters gebührt das Wochengeld für die Zeit, in der vom Amtsarzt (Arbeitsinspektionsarzt) ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen wird.
Diese Regelung gilt auch für Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz oder Kinderbetreuungsgeldgesetz.

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Antragstellung

Die Antragstellung sollte ungefähr acht Wochen vor dem voraussichtlichen Entbindungstag erfolgen.
Das Antragsformular wird von der BVAEB zugesandt.
Voraussetzung dafür ist die Übermittlung der vom behandelnden Arzt ausgestellten Bestätigung des vorraussichtlichen Geburtstermines .

Wenn der Amtsarzt (Arbeitsinspektionsarzt) ein Beschäftigungsverbot ausspricht, beantragen Sie das Wochengeld sofort nach Ausstellung des Zeugnisses über das Arbeitsverbot.

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Auszahlung des Wochengeldes

Das Wochengeld wird automatisch und zwar vierwöchentlich im Nachhinein angewiesen.
Beachten Sie, dass für die Auszahlung nach der Entbindung folgende Unterlagen erforderlich sind:

  • die Aufenthaltsbestätigung über den Krankenhausaufenthalt
  • die Geburtsbestätigung
  • sowie bei Mehrlings-, Kaiserschnitt- oder Frühgeburten die diesbezügliche ärztliche Bestätigung

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Wochengeldhöhe

Das Wochengeld gebührt den Bezieherinnen grundsätzlich in der Höhe des durchschnittlichen täglichen Netto-Arbeitsverdienstes der letzten drei Kalendermonate vor dem Eintritt des Versicherungsfalles. (Sonderzahlungen werden in Form eines prozentuellen Zuschlages berücksichtigt!)

Ausnahmen:
Selbstversicherten bei geringfügiger Beschäftigung gebührt als tägliches Wochengeld der Betrag von EUR 9,47.

Bezieherinnen einer Leistung nach dem Arbeitslosenversicherungsgesetz (AMS)
Erhalten Wochengeld in der Höhe des um 80% erhöhten letzten Bezuges.

Bezieherinnen von Kinderbetreuungsgeld

Tritt der Versicherungsfall der Mutterschaft bei einer neuerlichen Schwangerschaft innerhalb des Bezuges von Kinderbetreuungsgeld ein, erhalten Sie das tägliche Wochengeld in der Höhe des gebührenden täglichen Kinderbetreuungsgeldes.

Sonderregelung ab 1.1.2008 für freie Dienstnehmerinnen (gem. § 4 Abs. 4 ASVG):
Freie Dienstnehmerinnen erhalten seit dem 1. Jänner 2008 ein einkommensabhängiges Wochengeld. Als Berechnungsgrundlage dient der Nettoverdienst der letzten drei Kalendermonate vor Eintritt des Versicherungsfalles.

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Finanzielle Sicherheit auch während der Mutterschaft

Nach den Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes dürfen werdende Mütter ab dem Beginn der achten Woche vor dem voraussichtlichen Entbindungstag nicht mehr beschäftigt werden. Um in dieser Zeit keinen finanziellen Schaden zu erleiden, erhalten Sie von uns ein Wochengeld, das den entfallenden Nettolohn grundsätzlich zur Gänze ersetzt.