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Informationen -
Heilmittelbereich

Hier finden Sie Informationen über die gültigen Rahmenbedingungen im Heilmittel-Bereich.

Icon Krankenversicherung

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1. Dokumentation

Die Dokumentation der Verordnung auf einem eigenen Dokumentationsblatt entfällt. Begründungen für die Verordnung sind in der PatientInnenkartei/datei anzuführen und im Zuge einer möglichen nachträglichen Kontrolle in geeigneter Form zur Verfügung zu stellen. Die Dokumentation ist für Präparate des hell- und dunkelgelben Bereiches durchzuführen.

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2. Folgeverordnungen

Im Fall von dokumentierten "Erstverordnungen" durch Fachärzte wird vorläufig auf eine chefärztliche Bewilligung für Folgeverordnungen durch Ärzte für Allgemeinmedizin verzichtet; ein Vermerk am Rezept "Erstverordnung durch Facharzt erfolgt" ist ausreichend.

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3. Vorab-Bewilligungen

  • Grüner Bereich des Erstattungskodex: Werden Heilmittel nicht gem. den Abgabebestimmungen (außerhalb IND-Regel, Mengenüberschreitung, Altersvorgabe [FG-Beschränkung abgesehen]) verordnet, ist eine Vorab-Bewilligung erforderlich. Wird ein Heilmittel mit einer FG-Beschränkung durch einen Vertragspartner eines anderen Fachgebietes verordnet, genügt es, dass dieser im Vorfeld eine entsprechende Verordnung vorangegangen ist. In diesem Zusammenhang wird von einer Folgeverordnung gesprochen.
  • Gelber Bereich des Erstattungskodex: (Trennung zwischen RE1 und RE2) Für Heilmittel der Klassifikation RE1 ist eine Vorab-Bewilligung erforderlich. Für RE2-Heilmittel nur dann, wenn die Verabreichung nicht für die laut EKO vorgesehene Indikation erfolgt.
  • Roter Bereich des Erstattungskodex: Für Präparate aus dem roten Bereich ist eine Vorab-Bewilligung notwendig. Zur Bearbeitung der Anträge ist eine umfassende Begründung/Dokumentation unbedingt erforderlich. Der ausschließliche Hinweis auf eine frühere Bewilligung des chefärztlichen Dienstes ist nicht ausreichend.

  • Arzneispezialitäten, die nicht im Erstattungskodex angeführt sind ("No-Box"): Sind grundsätzlich nicht erstattungsfähig, es sei denn, ein Ausnahmetatbestand wird durch die Verordnerin bzw. den Verordner nachgewiesen.

  • Großpackungen: Verordnungen betreffend Arzneispezialitäten, die über die im Erstattungskodex angeführten Packungsgrößen hinausgehen, unterliegen der Vorab-Bewilligungspflicht und sind entsprechend zu begründen (z.B. individuell höherer Monatsbedarf).