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Radieschen: Immer her mit den scharfen Dingern!




Der Klassiker ist rosarot, manche aber sind gelb, andere grau, scharlachrot, weiß, violett, schwarze und sogar zweifärbig. Manche sind klein, rund und kaum größer als eine Murmel, andere oval und länglich, wieder andere sehen aus wie kleine Eiszapfen. Worüber wir hier sprechen? Übers Radieschen, das zur großen Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) gehört, ein Verwandter von Karfiol, Kohlrabi und Rettich. Für alle, denen es nicht scharf genug sein kann: Greifen Sie zu den im Freiland gezogenen Früchten! 

Selbst Radieschen anbauen? Das geht ganz unkompliziert – im Garten, im Glashaus oder sogar auf dem Balkon. Und so geht’s: Ab März bis in den Herbst hinein direkt aussäen. Säen Sie die Saatkörner nur einen Zentimeter tief und lassen Sie zwischen zwei Körnern rund drei bis fünf Zentimeter Platz. Der Abstand zwischen den Saatreihen sollte etwa 15 Zentimeter betragen. Sorgen Sie für eine möglichst gleichmäßige Feuchtigkeit in Ihrem Beet, damit die Radieschen nicht holzig werden. Und schon nach ein paar Wochen können Sie ihre eigenen frischen und damit besonders knackigen Radieschen ernten! Lassen Sie sie, wenn sie reif sind, nicht zu lange im Boden – auch das verhindert, dass sie verholzen. 

Sie möchten Radieschen lagern? Schlagen Sie sie am besten in ein feuchtes Tuch ein, nachdem Sie die Blätter entfernt haben – so sind sie im Kühlschrank ein paar Tage lang haltbar.

Und was ist drin? Radieschen sind ein kalorienarmer Snack und enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin C, Folsäure sowie dem Mineralstoff Kalium. Die für den typischen Geschmack und die leichte Schärfe verantwortlichen Senföle (Glukosinolate) helfen der Pflanze, sich gegen Fressfeinde zu wehren. Für den menschlichen Körper sind diese Stoffe sehr gesund und können sich positiv auf das Verdauungs- oder Immunsystem auswirken.

Wie Radieschen am liebsten genossen werden? Roh – als Brotbelag, im Salat oder einfach von der Hand in den Mund. Vorteil: Roh sind die roten Knollen am geschmackintensivsten und knackigsten. Allerdings lassen sie sich auch gut zu Saucen oder Suppen verarbeiten. Sogar die Blätter lassen sich verwerten – als Salat, wie Spinat oder Suppenkraut.

Vor der Verarbeitung sollten Sie die Radieschen gründlich waschen und von Erdresten befreien. Das Blattwerk mit Stielen und Wurzelansatz abschneiden.

Probieren Sie doch einmal diese Rezepte: 

Kürbiskernbrot mit Paradeiser-Radieschen-Aufstrich
 

  • 8 Scheiben Kürbiskernbrot
  • 250 g Magertopfen
  • 150 g Naturjoghurt 3,5% Fett
  • 1 großer Paradeiser
  • 1 Bund Radieschen
  • Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 1 TL Zitronensaft
  • Schnittlauchröllchen 

Zubereitung:
Paradeiser waschen, fein würfeln. 4 Radieschen waschen, putzen und in dünne Stifte schneiden. Topfen mit Joghurt, Salz, Pfeffer, Zitronensaft und 1 EL Schnittlauchröllchen verrühren. Paradeiserwürfel und Radieschenstifte unterheben. Auf die Brote verteilen. Mit Radieschenscheiben und Schnittlauchröllchen garnieren. 


Radieschencremesuppe:

  • 1 Zwiebel (klein)
  • 3 EL Olivenöl
  • 300 g Radieschen (ohne Blätter)
  • 3 EL Weißweinessig
  • 800 ml Gemüsesuppe (klar)
  • 200 ml Soja-Obers
  • 1 Handvoll Blüten (z.B. Gänseblümchen, Veilchen, Vogelmiere, Gundelrebe)
  • Salz
  • Pfeffer

Für die Radieschencremesuppe die Zwiebel schälen und in kleine Würfel schneiden. Im Olivenöl anbraten, Essig dazugeben und mit der Suppe aufgießen.

Gewaschene und klein geschnittene Radieschen und Soja-Obers beimengen und ca. 8 Minuten köcheln lassen. Sobald die Radieschen weich sind, mit einem Stabmixer fein pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Radieschencremesuppe auf Suppenteller aufteilen und mit den Blüten garnieren.  

Wir wünschen viel Freude beim Anbauen und guten Appetit!